Die Rückkehr zur Hochzeitsfotografie


Erstmal DANKE, dass du dich für diesen Beitrag interessierst!

Falls du mich und meine Arbeit schon etwas länger verfolgst, wirst du wissen, dass ich mit Anfang 2017 eigentlich beschlossen hatte, keine Hochzeiten mehr zu fotografieren. Nun ja, die geplanten wurden dann natürlich noch fotografiert, aber keine neuen Aufträge mehr angenommen!


Gründe dafür gab es einige, doch wenn ich mal ganz ehrlich sein darf: Der Hauptgrund war wohl meine Angst.

Angst? Ja, richtig gelesen ! Nicht, dass ich Angst vor verliebten Paaren hätte oder vor den Eltern der Braut, nein! Ich hatte Angst zu versagen. Angst davor, dass meine Fotos den Ansprüchen der Kunden nicht genügen könnten, Angst davor, dass sie vorallem meinen hohen Ansprüchen nicht genügen. Angst davor, dass die Lichtverhältnisse in der Location so miserabel sind, dass die Fotos nicht perfekt werden. Kurz und Knapp: Ich bin mir selbst im Weg gestanden, da ich so an mir gezweifelt habe, dass ihr vor Angst lieber nicht fotografiert habe, als es nicht "gut genug" zu machen.


Nun, was hat sich verändert ?

Zum einen habe ich einen sehr lieben Fotografen aus Kärnten im Zuge eines TFP Projektes kennengelernt. Chris Irrasch fotografiert seit sehr vielen Jahren, unter anderem auch Hochzeiten. Im Zuge des Gesprächs erklärte ich ihm, warum ich keine Hochzeiten mehr fotografiere. Darauf meinte er: "Ach, mach dir doch da nicht immer so einen Stress. Mach einfach!"

Und irgendwie hatte er recht! Eigentlich war bis jetzt jedes Paar sehr zufrieden mit ihren Fotos, es gab bis jetzt keinerlei Beschwerden. Im Gegenteil: Alle haben sich sehr gefreut und waren mega zufrieden. Wieso also, mach ich mir selbst so einen Druck ?


Zum anderen hat die letzte Hochzeit 2018, welche schon lange geplant war, nochmals einiges verändert. Es war Ende des Jahres, also schon recht kalt und die Lichtverhältnisse Outdoor dementsprechend etwas düsterer als zB im Sommer.

Doch der Oberhammer: die Trauung fand in einem Weinkeller statt! Total romantisch mit Kerzenschein und sehr weniger Passivbeleuchtung. Für die Trauung irrinnig Stimmungsvoll, für eine Fotografin der blanke Horror. Wie ich diese Situation gelöst habe, kann ich bei Bedarf, gerne in einem anderen Blogeintrag schildern ;)


Nun ja, das Ende vom Lied. Es war ein toller Tag, mit tollen Menschen und tollen Fotos ;) Alle sind zufrieden und das ist für mich das Wichtigste.


Hier wurde mir bewusst, dass ich mittlerweile soviel Können besitze, dass ich auch schwierige Situationen meistern kann. Natürlich bin ich noch lange nicht am Ziel, aber ich werde weiter meinen Weg gehen und versuchen, meine Selbstzweifel etwas mehr in den Hintergrund zu drücken.


Jemand Tipps für mich, wie man das macht ? ;)


Danke fürs "zuhören", eure Sandra



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© Sandra Schneider BSc, 2019