Das wichtigste Werkzeug in der Fotografie...


...ist die Kamera? Falsch gedacht. Eine gute Kamera alleine macht noch keine guten Fotos. Natürlich habe ich mit Kameras, an denen ich meine Einstellungen frei wählen kann, mehr Spielraum für künstlerische Gestaltung als mit beispielsweise einem Handy - doch das Foto selbst bleibt das selbe.

Was ist also das wichtigste Werkzeug?

Das Auge !


Als Fotograf/in muss man einen gewissen "Blick" entwickeln - ein Gespür für Momente und diese nutzen. Man muss spüren welche Perspektive die Beste ist, wie sich das Licht auf die Situation auswirkt und auch, wie man diese verändert, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Fotografen müssen ihren Blick schulen - er ist das Wichtigste - er macht uns und unsere Fotografie einzigartig.


Das Hauptinstrument des Fotografen sind seine Augen. So verrückt wie es scheint, wählen viele Fotografen mit den Augen anderer – vergangener oder gegenwärtiger – Fotografen zu sehen. Diese Fotografen sind blind. – Manuel Alvarez Bravo –

Wie man nun seinen Blick schult? Hier gibts ein paar Tipps von mir:


  • #1 Solltest du mit den Einstellungen deiner Kamera noch nicht vertraut sein, benutze ruhig den Automatikmodus - so musst du dir um nichts anderes Gedanken machen als um dein Bild bzw. dessen Aufbau. Nutze ungewöhnliche Perspektiven - immer auf Augenhöhe zu Fotografieren ist langweilig, weil wir diese Perspektive sowieso jeden Tag sehen. Leg' dich mal auf den Boden, steige auf eine Leiter, halte die Kamera schräg - du wirst sehen, die Welt und dein Bild sieht gleich anders aus.


  • #2 Details erkennen. Achte einmal bewusst auf deine Umwelt. Sieh dir die Blätter an, die Bäume, einzelne Insekten, die Fasern im Holz, wie sich die Sonne im Wasser spiegelt - achte auf jede Kleinigkeit. Auch wenn du Menschen fotografierst - achte auf Kleinigkeiten. Ein Haarsträhne die unglücklich übers Auge liegt, die Falte in der Bluse, die verwischte Wimperntusche - es ist immer besser im Vorhinein genau zu beobachten als sich später zu ärgern.


  • #3 Achte auf Licht und Farben. Das Licht ist wohl einer der größten Einflussfaktoren auf ein Foto - es kann Segen und Fluch zugleich sein. Achte auf die Lichtstimmung. Möchtest du eine romantische Stimmung erzeugen? Sonnenauf- und -untergänge eignen sich Bestens dafür. Möchtest du harte Kontraste und Schatten auf deinem Bild? Ab in die Mittagssonne. Willst du weiches Licht auf der Haut - ab in den Schatten mit dir. Probiere einzelne Lichtsituationen (Gegenlicht, von Vorne, Seitlich) und lerne das Licht für dich zu nutzen.



  • #4 Hab Spaß. Es bringt nichts verbissen das Fotografieren zu üben, nach gewissen Regeln und Richtlinien. Regeln sind da um gebrochen zu werden - oder so. Entwickel deinen eigenen Stil. Die Fotos müssen dir selbst gefallen. Es gibt kein gut oder schlecht. Tu es einfach und hab Spaß dabei.

Und jetzt los: raus mit euch, nehmt die Kamera mit und macht ein paar hammer Fotos ;)


Alles Liebe,

eure Sandra



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© Sandra Schneider BSc, 2019